bundesa_game1.gifEin Bundesamt oder gar Ministerium für Computerspiele wird es wohl so schnell nicht geben. Doch wenigstens einen „Deutschen Computerspielpreis“ soll nach dem Willen der Koalitionsparteien ausgelobt werden. Ende Januar 2008 stimmten sie im Kultur- und Medienausschuss des Bundestags ihrem eigenen Antrag zu, demnach die Bundesregierung einen Preis für Computerspiele auschreiben soll. Das Ganze geht zurück auf „Überlegungen zur Förderung von qualitativ hochwertigen interaktiven Unterhaltungsmedien wie Computer- und Videospiele“ (BT-Drucksache 16/7081).

Die Preisgelder der geplanten Auszeichnung, deren Summen die Wirtschaft aufzubringen hat, sollen unter der Maßgabe verwendet werden, dass „sie für die Entwicklung weiterer qualitativ und pädagogisch wertvoller Spiele“ verwendet werden, heißt es im Antrag.
Während sich die FPD enthielt, stimmten Linkspartei und Grüne gegen die Vorlage. Letztere hatte Bereits im Herbst vergangenen Jahres in einem eigenen Antrag ein Prüfsiegel für „hochwertige Computerspiele“ gefordert. B90/Gründe kritisierten, dass die Initiative der Koalition nur gut klänge und nichts brächte, weil unklar sei, wer die Jury auswähle und inwieweit sich die Bundesregierung beteiligen würde. Die Linkspartei bemängelte, dass die Arbeitsbedingungen der Spieleentwickler nicht berücksichtigt würden- so käme es etwa durch zahlreiche Überstunden zur Verletzung des Arbeitsschutzgesetzes.
Quelle: Bundestag

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