JIM-Studie/mpfs
Ende des Monats erscheint die jährliche JIM-Studie – (Jugend, Information, (Multi-) Media) – des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs). Erste Ergebnisse stehen bereits seit geraumer Zeit online – so haben laut der Studie mittlerweile mehr Jugendliche einen Computer als einen Fernseher. Hier gibt es beispielsweise ein Handout zur Bedeutung Sozialer Online-Netzwerke für Jugendliche (Teil der Sonderstudie JIM-plus). Weitere Vorträge der Tagung „Jugend und Medien“ sind ebenfals online abrufbar.
Eine andere Tagung in München macht bereits im Vorfeld von sich Reden: „Computerspiele und Gewalt“ ist der Titel der Veranstaltung Ende dieser Woche – die Auswahl der Referenten lässt zumindestens nach Sichtung der Abstracts nicht gerade auf eine differenzierte Herangehensweise an das Thema schließen.

Vielmehr wird eine wenig alarmistische Studie des Hans-Bredow-Instituts zum Jugendmedienschutz von einem Herrn Weiß als „oberflächlich“ und „einseitig“ bezeichnet: „Die Quintessenz des Gutachtens erscheint sehr oberflächlich, da man – trotz aller Relativierungen schädlicher Wirkungen durch die ausgewählten Experten – aufgrund des Forschungsstandes von Gewalt und Aggression steigernden Wirkungen bei Kindern und Jugendlichen ausgehen muss. Insgesamt wird im Bredow-Gutachten die einschlägige wissenschaftliche Literatur zwar im Wesentlichen zitiert , in den entscheidenden Konsequenzen jedoch eine nicht begründete einseitige Auswahl getroffen,“ heißt es bei ihm.
Und wahrlich, schaut man in das Literaturverzeichnis besagter Studie, tauchen die Werke von Dr. Weiß nicht auf.
(via Medienpädagogik Praxis, byte42 und Spielkultur-Liste)

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