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Vor einigen Tagen hat das UN Büro für Drogen und Kriminalität UNODC ein Bericht zu Afghanistan veröffentlicht: „Addiction, Crime and Insurgency: The Transnational Threat of Afghan Opium„. Der detailierte 150-seite Bericht widmet sich etwa dem Problem der Abhängigkeit entlang der Handelsrouten, der Finanzierung der Aufständischen durch die Drogenökonomie, die Flüchtlingslager und nicht zuletzt Korruption. Interessant ist, dass sich kleinteilig Regionen gewidmet wird und auf die Geschichte der einzelnen Stammesgesellschaften eingegangen wird.

Neben einer recht ausführlich geratenen Zusammenfassung teilt sich der Report in zwei Teile: einmal Handel und andererseits dem Zusammenhang zwischen der Drogenökonomie und dem Krieg im Lande. Illustriert wird das Werk durch etliche Karten und Diagramme.

Im Schlusswort des Reports heißt es: „Zwischen 2002 und 2008 haben afghanische Bauern insgesamt etwa 6,4 Milliarden US-Dollar durch Opiumanbau verdient; afghanische Drogenhändler verdienten ungefähr 18 Milliarden Dollar durch Verarbeitung und Handel mit heimischen Opium. Im gleichen Zeitraum erbrachte das afghanische Opium zwischen 400 und 500.000 Milliarden. Anhand der Festnahmezahlen ist anzunehmen, dass möglicherweise rund eine Million Händler weltweit daran beteiligt sind,  die um die 16 Millionen Konsumenten von Opiaten jährlich mit Opiaten zu versorgen“

Über die Problematik der Berechnung der Drogenökonomie finden sich beim Transnational Institue weiterführende Quellen.

Gleichzeitig mit Veröffentlichung des Reports stellte UNODC folgendes Video zur Verfügung, quasi einen Trailer zum Report:

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