Der von ihm konstatierten „Theorielosigkeit“ in Sachen game-based-learning trat vergangenes Jahr Michael Wagner von der österreicherischen Universität Krems entgegen. Er leitet dort den Fachbereich „Applied Game Studies“.  In einer Serie von Blogartikeln beschreibt er in einer recht wissenschaftlich gehaltenen Sprache seinen Ansatz für eine Lerntheorie des Game Based Learning. Alles recht kompliziert, aber lesenswert – Wagner versucht ein Modell zu entwickeln, warum und wie die auch hier im Blog oft behauptete Eignung von Bildschirmspielen für das Lernen funktioniert.
Der vierte Teil über die didaktische Praxis steht noch aus – die anderen Teile der Artikelserie finden sich hier:

Teil eins (Vorbemerkung und Begriffsdefinition)
Teil zwei (Ludischer Konstruktivismus)
Teil drei (Fünf Kernaussagen) – nämlich:

  1. Lernspiel zu sein ist keine Eigenschaft des Spiels an sich, es ist eine Eigenschaft des Gesamtkontextes in dem ein Spiel gespielt wird
  2. Medienspielpädagogisches Handeln erfordert psychotherapeutische Kompetenzen
  3. Erfolgreiches Digital Game Based Learning besitzt keine Economies of Scale
  4. Im Spiel gemachte Erfahrungen können nicht mit einer in der objektiven Realität verankerten Logik beurteilt werden
  5. Die wissenschaftliche Beobachtung von Lernprozessen in Medienspielen erfordert Medienspielkompetenz

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