poisonedDass die Aussagen des Vereinten Nationen hinsichtlich des „Erfolgs“ in Sachen Drogenpolitik trotz widersprüchlichen Zahlen immer auf Erfolg gebürstet sind, ist ärgerlich. Aber angesichts der Abwesenheit einer Kultur von Zweifel und Selbstkritik innerhalb von politischen Organisationen kaum verwunderlich.
Ein Report, für den 30 burmesische Bäuerinnen Informationen zugeliefert haben, ist nun von der Women’s League of Burma und der „Palaung’s Women’s Organization“ veröffentlicht worden. „Poisoned Hills“ (3,5 MB, pdf, Engl. ), so der Titel des Werks, schildert die Umstände in den Gemeinden Namkham und Mantong in Nord-Burma. Dort hat sich unter Kontrolle der Militärregierung der Anbau von Opium in den vergangen drei Jahren verfünfacht. Das UN Office for Drugs and Crime, UNODC, dass mit der Militärjunta kooperiert, kommt in seinem Drogenbericht gerade einmal  auf  eine Verdopplung der Anbaufläche (siehe UNODC: Opium cultivation in South-East Asia 2009, pdf, 7,5MB).

Der Bericht „Poisoned Hills“ beschreibt, wie Staatsbeamte gegen Geld den Opiumanbau dulden, wie staatliche „Anti-Drogen-Teams“ wenig gegen den Opiumanbau unternehmen und wie in den umliegenden Ortschaften sich die Probleme durch Drogenkonsum verschärft haben. Mehr Hintergrund zum Report findet sich beim InterPressService – auch eine Einschsätzung darüber, welches Risiko die am Report beteiligten Frauen eingegangen haben – mit Regimekritikern geht die Militärjunta bekanntlich wenig zimperlich um.
Bereits 2006 veröffentlichte die „Palaung’s Women’s Organization“ den Report „Poisoned Flowers“ (pdf), der anhand von zahlreichen Interviews die Folgen der Opiumlandwirtschaft und Heroinprouktion in den Gemeinden im nördlichen Shanstaat mit sich bringt.

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