Entwicklungspolitisches Magazin: Schwerpunkt Drogen

Das entwicklungspolitische Magazin „welt-sichten“ widmete Ende 2008 eine Ausgabe dem Schwerpunkt „Drogen“ mit dem Untertitel: „Profit, Gewalt und Politik“. Die Artikel sind online abrufbar, siehe unten. welt-sichten stammt dem Kreis der kirchlichen Entwicklungsorganisationen in Deutschland und versteht sich der Ökumene verpflichtet. Es ist der Nachfolger von „Der Überblick“  und „Eins“ (vormals „Zeitschrift Entwicklungspolitik und davor „epd-Entwicklungspolitik“). Von diesen eingestellten Publikationen liegen Online-Archive vor.

Studie: Strafverfolgung und Gewalt

Unlängst wurde die kanadische Studie „Effect of Drug Law Enforcement on Drug-Related Violence: Evidence from a Scientific Review“ veröffentlicht. Die Studie liegt als pdf zum Download vor (26 Seiten) – erstellt wurde sie vom Urban Health Research Initiative (UHRI) in British-Columbia. Sie erscheint vor dem Hintergrund eines geplanten Gesetzes der konservativen Regierung (Bill C-15), das eine Mindesthaftstrafe für Verstöße gegen die Drogengesetzgebung vorsieht. Für die Studie wurde intensiv Recherche betrieben und 306

Reader zu Harm Reduction in der EU

Aus Portugal kam diesen April eine Veröffentlichung auf Englisch, die dankenswerter Weise online frei verfügbar ist: „Harm reduction: evidence, impacts and challenges„. Schlappe 470 Seiten weißt diese Aufsatzsammlung auf. Sie gibt in 16 Kapiteln einen Überblick über die Entwicklung des Schadensminderungskonzepts in der EU in den vergangenen 20 Jahren. Herausgeber des Werks ist „The European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA)“ in Lissabon – eine Einrichtung der EU. Es

#GBL10-Konferenz England

Ollie Bray berichtet in einer auf zehn Teile ausgelegten Serie von der Game-based-learning Konferenz in London Ende März 2010 (zum  jetztigen Zeitpunkt ist er bei Teil 4) – eine Auflistung der Beiträge. Dutzende Videos der Vorträge und Diskussionen finden sich bei blip.tv (sie stehen unter einer Creative Commons Lizenz). Es sind offensichtlich etliche interessante Beiträge dabei – orientieren kann man sich am Programm der Konferenz. Die Abschlussrede der Konferenz hielt

Neues und Altes aus dem Drogenstaat Afghanistan

Alfred McCoy: Drogenstaat Afghanistan Alfred McCoy ist ein Haushaltsname in Sachen Opium. Der US-Professor schrieb 1972 das Buch „The Politics of Heroin in Southeast Asia“; eine überarbeite Neuauflage erschien 2003 auf Deutsch:“Die CIA und das Heroin: Weltpolitik durch Drogenhandel“ (derzeit nicht mehr neu im Buchhandel zu erwerben). Nun hat McCoy einen langenen Text mit dem Titel „Can Anyone Pacify the World’s Number One Narco-State?“ veröffentlicht. Dort spricht er einige interessante

Das ganze Leben ist ein Spiel

Es ist ein recht visionärer Vortrag, der auch furchteinflössend ist. Auf einer Gamedesigner-Konferenz vor einigen Monaten trug Jesse Schell, Spielentwickler und Hochschuldozent, vor, was er auf uns zukommend sieht (Video hier, interessant sind vor allem die letzten 10 Minuten (19 Min ff.) – Das Bild stammt aus Schells Präsentation, hier sein Blog). Er erwähnte dort auch ein spielbasiertes Kurssystem an einer Uni mit Erfahrungspunkten statt Noten, mehr dazu unten. Kurz zusammengefasst die

Irreführende Erfolgskriterien von UNODC

Oben stehendes Schaubild stammt aus der Studie „Afghanistans Drogenkarriere – Von der Kriegs- zur Drogenökonomie“ (die Grafik stammt ursprünglich von UNODC). Die online verfügbare Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zeichnet auf 35 Seiten die Geschichte des Opiumanbaus in Afghanistan seit 1979 nach. Eine Transformation zu einer Drogenökonomie, so die Autorin Citha D. Maass, sei seit 2002 zu beobachten. Sprich eine Volkswirtschaft, die von einem Wirtschaftszweig dominiert wird, der

Computerspiele im Literatur-Unterricht

Auf Golem.de wurde kürzlich ein Videointerview mit dem frisch gekürten Lehrer Christoph Brüning veröffentlicht (s.u.). Er setzte verganges Jahr als Referendar in NRW ein Harry Potter Spiel im Deutschunterricht der Oberstufe ein. Es ging um Raumanalyse, Medientransfer usw.. In dem vierminütigen Video erläutert seine Herangehensweise. Und bestätigt  nebenbei wiedereinmal, dass die Medienausstattung der Schulen meist immer noch bescheiden ist – und er unterrichtete immerhin an einem Gymnasium: „Das absolut schwierigste

Unternehmensstrategie mit Hilfe der Siedler von Catan

Im sagenumwobenen Silicon Valley an der US-Westküste hat das Brettspiel „Siedler von Catan“ zu neuen Weihen gefunden. In einem Beitrag im Wall Street Journal wird berichtet, dass Geschäftsleute, nicht zuletzt von „Web 2.0“ Firmen, das Brettspiel nutzen würden. Nicht nur als soziales Moment nach einem langem Arbeitstag vor dem Bildschirm, sondern auch deswegen, weil das Spielverhalten „sehr genau unternehmerischen Strategien“ abbilden würde. Es müssten mit Ressourcen gehaushaltet, aber auch gehandelt

Burma: Bäuerinnen über den von der Junta geduldeten Opiumanbau

Dass die Aussagen des Vereinten Nationen hinsichtlich des „Erfolgs“ in Sachen Drogenpolitik trotz widersprüchlichen Zahlen immer auf Erfolg gebürstet sind, ist ärgerlich. Aber angesichts der Abwesenheit einer Kultur von Zweifel und Selbstkritik innerhalb von politischen Organisationen kaum verwunderlich. Ein Report, für den 30 burmesische Bäuerinnen Informationen zugeliefert haben, ist nun von der Women’s League of Burma und der „Palaung’s Women’s Organization“ veröffentlicht worden. „Poisoned Hills“ (3,5 MB, pdf, Engl. ),