Neue Perspektiven

Es herrscht weiterhin Skepsis – zu Recht. Virtual Reality ist in den letzten 30 Jahren immer wieder hochgejubelt worden. Der letzte Hype war der um Second Life, das für einige Monate als die Zukunft des Internets gehandelt wurde (2006/2007). (Auch damals gab es Journalismusversuche, z.B. von Reuters und Sky News). Doch könnte es diesmal anders sein. Im April diesen Jahres hatte ich bereits einen ersten Beitrag über „Virtual Reality und Journalismus“ geschrieben.

Die substantiellen Probleme von Spiegel Online

Unbestritten ist Spiegel Online eines der führenden Nachrichtenportale im deutschsprachigen Raum. Warum eigentlich und vor allem: Wie lange noch?  Es scheint, als ob sich auf den Lorbeeren des Grimme Online Awards von 2005 ausgeruht wird. Den begründete dessen Jury damals so: “Stets war das Angebot auf der Höhe der Zeit, ohne die Inhalte unter technischen Experimenten zu verdecken.” Ja, technische Experimente kann man SpOn tatsächlich nicht vorwerfen. Aber das ist einer

Datenjournalismus: Methoden, Prozesse und Kompetenzen

Nahezu jede Branche und jedes Thema lässt sich mit Daten beschreiben. Das erfordert seitens der Bearbeiter – meist Redaktionen, aber auch freie Journalisten und Agenturen – Investitionen in Arbeitskraft und Infrastruktur. Die Vorteile, über das eigene Fach – gestützt auf Datenbanken – berichten zu können, sind mannigfaltig. Aber es gibt diverse Fallstricke – ein Überblick über Methoden, Prozesse und Kompetenzen. Weiterlesen auf fachjournalist.de

Fünf Gründe, warum ich von dem Krautreporter-Konzept enttäuscht bin

Präsentation Team & Themen Webtechnologie Bezahlverfahren Informationspolitik [Update, 14.05.2014: Es gibt ein Blog bei Krautreporter, dort werden div. Fragen beantwortet] Gleich heute morgen habe ich das Abo für 60 Euro bei Krautreporter abgeschlossen; ehrlich gesagt auch deswegen mit leichtem Herzen, weil ich es für nicht unwahrscheinlich halte, dass das Crowdfunding scheitert. Ich habe es aber unterstützt, weil ich mir wünschen würde, dass so eine Art Vorhaben gelingt, auch wenn mich das konkrete

Die Presse im Gefahrengebiet

Bei Meldungen der Polizei wird auf journalistische Sorgfalt verzichtet Angesichts des Vorgangs um einen angeblichen Angriff auf die Hamburger Davidwache am Samstag, den 28.12.2013, betrachte ich hier die Rolle der Presse. Denn es geht nicht um eine Petitesse – wird doch zuletzt auch mit diesem “Angriff” die Einrichtung eines „Gefahrengebietes“ in einigen Hamburger Stadtteilen begründet – so schreibt die Hamburger Polizei in einer Pressemitteilung vom 03.01.2014: In den vergangenen Wochen

Serie: Von der Interaktivität

Diese Serie handelt von Interaktivität im digitalen Bereich. Es geht darum, dass darunter viel verstanden werden kann und es unterschiedliche Varianten gibt. Wo und wie wird das Prinzip eingesetzt, was und wann kann es etwas bringen? Letztlich geht es um die Frage, wohin die Reise in Sachen Interaktivität führen könnte.
Teil 1: Snowfall & Webdokus (23.08.13)
Teil 2: Newsgames (14.09.13)

Universalwerkzeug Smartphone: Was sind Location-based Services?

Ortsbezogene Online-Dienste ersetzen per Smartphone mehr und mehr klassische Medienformate wie Inseratsblätter, Branchenbücher und Reiseführer. Zudem ermöglicht eine neue Generation solcher Dienste im Nahraum – ganz gleich ob in der Familie, im Verein oder der Kommune – Kommunikation, die in dieser Form zuvor unmöglich war. Bislang fehlen aber noch überzeugende Konzepte für mobile Werbeformen, und nicht zuletzt spielt der Datenschutz eine Rolle. Es wurde zur Zeitung gegriffen: Was passierte im

Über das Datenprojekt Rechtes Land & das Potential von Crowdfunding im Journalimus

Es hat erfreulicherweise geklappt: Das Projekt Rechtes Land hat innerhalb knapp drei Wochen und 10 Tage vor Ende der Laufzeit das Ziel von 5000 Euro per Crowdfunding erreicht. Dafür ist 375 Personen zu danken, die bisher bereit waren, Geld beizusteuern. Wie kam es zu dem Projekt? Vor etwa einem halben Jahr hatte ich einen Artikel über das „Versagen des Journalismus“ in Sachen National Sozialistischer Untergrund (NSU) geschrieben. Meine These lautete, dass

Der NSU und das Versagen des Journalismus

Seit November vergangen Jahres ist der Nationalsozialistische Untergrund, kurz NSU, immer wieder in unterschiedlicher Intensität Thema. Dieser Tage kocht es wieder hoch. Und dabei wird deutlich: Die Berichterstattung, also der Journalismus rund um den Komplex bleibt deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Methoden des Crowdsourcings und Leakings sowie Verfahren des Prozess- und Datenjournalismus, die nunmehr auch nicht mehr ganz taufrisch sind, spielen hierzulande keine Rolle. Einige Beobachtungen: – Es fing schon

Skizze für die Zeit nach ARD und ZDF

Angenommen, die bisherigen Rundfunkstaatsverträge wären Makulatur. Und über die Zukunft der 25.000 Angestellten der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten müssten wir uns keine Sorgen machen. Auch nicht um die Produktionsgesellschaften und andere Dienstleister, die sich um diese Wirtstiere scharen. Wie könnte in solch einem zugegeben utopischen Szenario nach Abwicklung von ARD, ZDF und Deutschlandfunk eine neu geschaffene öffentlich-rechtliche Internet & Medien Anstalt IMA aussehen?