Schizophrenie um eine Pflanze – Opium und Drogenpolitik in Indien

Das Verbot des Anbaus von Opium bringt indische Bauern in Existenznot. In drei Bundesstaaten jedoch pflanzen zehntausende Landwirte mit Erlaubnis der Regierung und der Vereinten Nationen Mohn für die Pharmaindustrie an. Eine Reise zum indischen Himalaya und den Absurditäten internationaler Drogenpolitik. In der Ferne ragen die Gipfel des Himalaya empor. Auf 2.000 Metern Höhe braust O.P. Sharma mit seinem Suzuki Kleinwagen an Flüssen entlang und Serpentinen hinauf. Hinten im Wagen

Der Fall der "Befreiungstiger" (LTTE) und der Drogenweltmarkt

Die offenbar völlige militärische Niederlage der tamillischen „Befreiungstiger“ hat Folgen für den Drogenweltmarkt und den Drogenhandels in Indien. Dies war unlängst in der Times of India zu lesen: Die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) waren demnach seit 1983 als Großhändler in Sachen Cannabis, Opium und Heroin tätig, um ihren Kampf zu finanzieren.  Sie sollen den Vertrieb via der indischen Küste über einen ihrer Häfen im Norden von Sri Lanka

Bauernopfer im Goldenen Dreieck

Die Anti-Drogen-Programme der UN führen in Burma zu sozialer Not Eigentlich sollen so genannte Alternative Entwicklungsprogramme der Vereinten Nationen (UN) in Südostasien die Opiumproduktion durch legale Agrarprodukte ersetzen helfen. Im Shanstaat in Burma, einem der wichtigsten Anbaugebiete für Schlafmohn, entfaltet sich durch den Opiumbann jedoch zunehmend eine humanitäre Krise. Die UN kann kaum mehr die Folgen ihrer eigenen Anti-Drogen-Politik abfedern.