Irreführende Erfolgskriterien von UNODC

Oben stehendes Schaubild stammt aus der Studie „Afghanistans Drogenkarriere – Von der Kriegs- zur Drogenökonomie“ (die Grafik stammt ursprünglich von UNODC). Die online verfügbare Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zeichnet auf 35 Seiten die Geschichte des Opiumanbaus in Afghanistan seit 1979 nach. Eine Transformation zu einer Drogenökonomie, so die Autorin Citha D. Maass, sei seit 2002 zu beobachten. Sprich eine Volkswirtschaft, die von einem Wirtschaftszweig dominiert wird, der

Burma: Bäuerinnen über den von der Junta geduldeten Opiumanbau

Dass die Aussagen des Vereinten Nationen hinsichtlich des „Erfolgs“ in Sachen Drogenpolitik trotz widersprüchlichen Zahlen immer auf Erfolg gebürstet sind, ist ärgerlich. Aber angesichts der Abwesenheit einer Kultur von Zweifel und Selbstkritik innerhalb von politischen Organisationen kaum verwunderlich. Ein Report, für den 30 burmesische Bäuerinnen Informationen zugeliefert haben, ist nun von der Women’s League of Burma und der „Palaung’s Women’s Organization“ veröffentlicht worden. „Poisoned Hills“ (3,5 MB, pdf, Engl. ),

Zweifel an UN-Bericht zur afghanischen Drogenökonomie

Der hier im Blog bereits erwähnte Bericht „Addiction, Crime, and Insurgency: The Transnational Threat of Afghan Opium“ wurde vor einiger Zeit auf der Website „Foreign Policy in Focus“ ausführlich kritisiert: Dass der Handel mit Opium und Heroin, der laut dem Bericht vor allem den Taliban zu Gute käme, sei eine unvöllständige Darstellung. Zwar werde der Bericht so interpretiert, dass vor allem der Drogenanbau- und handel zu stoppen sei, um die

UN-Report: Drogenökonomie und Taliban

Vor einigen Tagen hat das UN Büro für Drogen und Kriminalität UNODC ein Bericht zu Afghanistan veröffentlicht: „Addiction, Crime and Insurgency: The Transnational Threat of Afghan Opium„. Der detailierte 150-seite Bericht widmet sich etwa dem Problem der Abhängigkeit entlang der Handelsrouten, der Finanzierung der Aufständischen durch die Drogenökonomie, die Flüchtlingslager und nicht zuletzt Korruption. Interessant ist, dass sich kleinteilig Regionen gewidmet wird und auf die Geschichte der einzelnen Stammesgesellschaften eingegangen

40 Jahre Scheitern im War on Drugs

Heute vor 40 Jahren begann der War on Drugs; US-Präsident Nixon rief ihn am 21. September 1969 aus und startete die „Operation Intercept“ an der Grenze nach Mexiko – daran erinnert der österreichische Standard. The Observer benennt allerdings das Jahr 1971 als „Kriegsbeginn“ in dem Beitrag „It is time to end the war on drugs„. Ob „Jubiläumsjahr“ oder nicht –  das Prohibitonsregime ist ins Wanken geraten. Der desaströse Drogenkrieg an

Opium Survey: Leichter Rückgang des Anbaus in Afghanistan

Heute veröffentlichte das UN Büro für Drogen und Kriminalität (UNODC) den jährlichen „Opium Survey“ für Afghanistan – hier die Zusammenfassung auf Englisch. Um 10 Prozent sei die geerntete Menge zurückgegangen: Von 7.700 Tonnen im vergangenen Jahr auf etwa 6.600 Tonnen Rohopium. Die Anbaufläche habe sich sogar um über 20 Prozent verringert – von 157.000 Hektar auf 122.000. Dem gegenüber standen offenbar gute klimatische Bedingungen, die eine Steigerung des Ertrags der

Reaktionen auf UN-Weltdrogenbericht 2009

Unlängst wurde der UN-Weltdrogenbericht veröffentlicht – zu seiner Präsentation wurde alles aufgefahren, was das Web 2.0 zu bieten hat. Einen gute Zusammenfassung des Reports liefert ein Guardian-Artikel von Duncan Campbell. Wiedermal wird Stagnation als Erfolg verkauft; siehe das Video, welches den UNODC Direktor, den „World Drug Czar“ Antonio Maria Costa zeigt. Er ist ein recht störrischer arroganter Herr; insofern richtig für einen Job, der eine unsinnige Ideologie vertreten muss –