Schizophrenie um eine Pflanze – Opium und Drogenpolitik in Indien

Das Verbot des Anbaus von Opium bringt indische Bauern in Existenznot. In drei Bundesstaaten jedoch pflanzen zehntausende Landwirte mit Erlaubnis der Regierung und der Vereinten Nationen Mohn für die Pharmaindustrie an. Eine Reise zum indischen Himalaya und den Absurditäten internationaler Drogenpolitik. In der Ferne ragen die Gipfel des Himalaya empor. Auf 2.000 Metern Höhe braust O.P. Sharma mit seinem Suzuki Kleinwagen an Flüssen entlang und Serpentinen hinauf. Hinten im Wagen

Irreführende Erfolgskriterien von UNODC

Oben stehendes Schaubild stammt aus der Studie „Afghanistans Drogenkarriere – Von der Kriegs- zur Drogenökonomie“ (die Grafik stammt ursprünglich von UNODC). Die online verfügbare Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zeichnet auf 35 Seiten die Geschichte des Opiumanbaus in Afghanistan seit 1979 nach. Eine Transformation zu einer Drogenökonomie, so die Autorin Citha D. Maass, sei seit 2002 zu beobachten. Sprich eine Volkswirtschaft, die von einem Wirtschaftszweig dominiert wird, der

Website: Transnational Institute – Drugs & Democracy

Die in Amsterdam sitzende NGO Transnational Institute (TNI) leistet eine wertvolle Arbeit im Bereich kritischer internationalen Drogenpolitik (sie arbeitet auch zu Themen wie Klimazertifikatshandel und Militarismus). TNI ist in der Regel auf den diversen internationalen Kongressen vertreten und leistet Lobbyarbeit für eine gerechte Drogenpolitik zwischen Nord und Süd. Die Website des Instituts bietet eine Fülle an Materialien in englischer und spanischer Sprache, die sowohl thematisch – etwa Alternative Development oder

Perspektiven internationaler Drogenpolitik

Drogenkontrolle und Drogenpolitik – Teil 4 (Teil 3 siehe hier.) Man stelle sich vor: Durch einen UN-Beschluss würde Alkohol verboten und Cannabis erlaubt. Ein UN-Programm in Deutschland würde beginnen, die Bauern davon zu überzeugen, Cannabis anstelle von Hopfen und Wein anzubauen; die Vereinten Nationen würden sogar das entsprechende Saatgut liefern. Zeigten sich die Landwirte allerdings unwillig, würden Polizeieinheiten kommen, um die Pflanzen zu vernichten oder Flugzeuge würden Chemikalien auf die Felder

Drogen- und Entwicklungspolitik in Laos

Zwischen Zuckerbrot und Peitsche Diplomarbeit von 2003 – zum Download (pdf): Die grundlegenden Fragestellungen dieser Arbeit lauten: Wie funktioniert Drogenkontrolle? Und warum gehören manche Drogen kontrolliert? Die Antworten, die diese Arbeit liefern will, beziehen sich auf Aspekte der Drogenkontrolle in den Anbauländer von Drogenpflanzen. Als Beispiel dient in diesem Fall Laos in Südostasien mit seiner Opiumproduktion. Durch die verschiedenen Verfahren der Drogenkontrolle, die den Staat und das Leben der Bewohner „entwickeln“ wollen,