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Die offenbar völlige militärische Niederlage der tamillischen „Befreiungstiger“ hat Folgen für den Drogenweltmarkt und den Drogenhandels in Indien. Dies war unlängst in der Times of India zu lesen: Die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) waren demnach seit 1983 als Großhändler in Sachen Cannabis, Opium und Heroin tätig, um ihren Kampf zu finanzieren.  Sie sollen den Vertrieb via der indischen Küste über einen ihrer Häfen im Norden von Sri Lanka (und vice versa) organisiert haben, zum Teil mit einer eigenen Schiffsflotte (die 2008 zerstört worden sein soll). Zielländer -und regionen waren bspw. Australien, aber auch Europa und Kanada (zu letzterem siehe hier ein Beitrag auf der Website des in dieser Frage sicherlich nicht neutralen Verteidiungsminsteriums von Sri Lanka).

Die Verwicklung der LTTE in den internationalen Drogenhandel wurde lange vermutet; konrekte Beweise dafür sind aber rar. (Hier ein Beitrag von 1999 aus dem Indian Express dazu.)
Bei Jane’s Intelligence Review war zu lesen (2008), dass im Drogenschmuggel U-Boot ähnliche Gefährte eingesetzt werden; mehr oder minder Container, die unter der Wasseroberfläche schwimmen, einen eigenen Motor besitzten und per GPS ihren Weg finden; eingesetzt wurde solche Gefährte angeblich auch von den LTTE oder von Gruppen in Kolumbien.

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